+++ AKTUELL +++ IDD–Aufschub wird konkreter +++ AKTUELL +++ Update IDD-Umsetzung – wird die IDD-Anwendung verschoben?

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IDD–Aufschub wird konkreter

Nachdem das Europäische Parlament bereits am 25. Oktober 2017 im Rahmen seiner Plenarsitzung den Beschluss gefasst hat, die Europäische Kommission aufzufordern, die IDD-Anwendung aufzuschieben, hat sich die Kommission erst am 20….

Dezember 2017 – also rd. 2 Monate später – ebenso für einen derartigen Aufschub bis zum 1. Oktober 2018 ausgesprochen. Damit wird eine Aufschiebung der IDD-Anwendung zwar konkreter; fix wird diese aber erst, wenn das EU-Parlament und EU-Ministerrat dem Vorschlag der Kommission tatsächlich zustimmen.
Aufgrund verschiedener Aussagen von Europa-Parlamentariern, insb. von IDD-Parlaments-Berichterstatter Dr. Werner Langen, ist davon auszugehen, dass die Zustimmung von Parlament und Rat erfolgen wird, wenngleich der zeitliche (Formal-)Fahrplan dazu sehr eng werden wird. Rechtlich ändert dieser Aufschub zwar nichts daran, dass die Mitgliedsstaaten grundsätzlich verpflichtet sind, die IDD bis zum 23. Februar 2018 innerstaatlich umzusetzen. Ein Aufschub der Anwendung der IDD-Regeln bewirkt jedoch, dass die betroffenen (Makler-)Unternehmen, aber auch die Versicherer mehr Zeit erhalten würden, sich auf die neuen Regeln vorzubereiten sowie ggf. die internen Strukturen und Abläufe entsprechend anzupassen.

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Update IDD-Umsetzung – wird die IDD-Anwendung verschoben?

Nachdem in wenigen Monaten die Frist zur innerstaatlichen Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie endet, wird die Zeit für den nationalen Gesetzgeber äußerst knapp – aktuell liegt nach wie vor kein Gesetzesentwurf zu den notwendigen Novellierungen von GewO und MaklerG vor und das Feilschen um eine neue Regierung wird diesen Prozess nicht gerade beschleunigen….

Dennoch gilt es, sich auf die kommenden Regelungen – soweit diese vom aktuellen Zeit- und Standpunkt aus vorhersehbar sind – vorzubereiten. Das IDD-Update liefert Ihnen wichtige Informationen zum Stand und zum Zeitplan der IDD-Umsetzung und skizziert die nächsten Schritte, die wir als Ihre bundesweite Interessenvertretung für Sie setzen.
 

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Versicherungsmakler sehen Handlungsbedarf bis zum IDD-Start

Bereits am Vortag des offiziellen 12. Versicherungsmakler-ExpertInnentreffens im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach hat der Fachverband der Versicherungsmakler mit Vertretern sämtlicher in die IDD-Umsetzung involvierter Ministerien sowie der Finanzmarktaufsicht (FMA) einen intensiven Workshop zur Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) ins nationale Recht abgehalten….

In knapp sechs Stunden hatten rund 40 Personen, darunter Makler-Vertreter der regionalen Fachgruppen und Funktionäre, die Möglichkeit, ihre Standpunkte darzulegen, Positionen zu vertreten sowie mit den Ministerienvertretern diskutieren zu können.

Das 12. Alpbacher ExpertInnentreffen der Versicherungsmakler fand am 1. September 2017 im Congress Centrum Alpbach rund um das Generalthema „Fit for IDD – Fit für den Markt“ statt und war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Ministerialrat MMag. Stefan Trojer vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, das federführend bei der IDD-Umsetzung für die Neugestaltung der Regeln zur Versicherungsvermittlung in der Gewerbeordnung ist, führte in seinem Referat einige Punkte aus, bei dem allgemeiner Konsens auch innerhalb der Ministerien herrscht und zeigte bei anderen Punkten, wie bspw. die Weiterbildungsverpflichtung den möglichen Spielraum auf.

Für strengere Regelungen – insb. im Bereich der Vergütung – spricht sich die stv. Sektionschefin für die Sektion Konsumentenpolitik im BMASK, Dr. Beate Blaschek im Konsumentenschutzministerium aus.

Laut Univ.-Prof. Dr. Michael Gruber vom Forschungsinstitut für Privatversicherungsrecht an der Universität Salzburg werden jene Vergütungen verboten, die mit der Pflicht der Vertreiber, im bestmöglichen Interesse der Kunden zu handeln, kollidieren.

Die Produktentwicklung für die Praxis war das zweite große Schwerpunktthema, zu dem Mag. Wolfgang Fitsch, Vorstand der Vero Management AG, Rechtsanwältin Dr. Svenja Richartz sowie der Vorstand der Allianz Elementar Versicherungs AG, Dr. Johann Oswald referierten.

Abgerundet wurde das zwölfte ExpertInnentreffen des Fachverbandes der Versicherungsmakler mit Informationen aus erster Hand über die möglichen Auswirkungen des Brexit auf die Österreichische Wirtschaft von EU-Abgeordnetem Dr. Paul Rübig. Der EU-Abgeordnete zeigte Wege auf, wie der Brexit erfolgen könnte und betonte dabei, dass gute Handelsbeziehungen im Sinne eines Soft-Brexit in Österreichs Interesse liegen.

Unsere Pressemitteilungen dazu finden Sie hier 
 
 

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IDD-Umsetzung: uns bleibt nicht mehr viel Zeit!

Der Zeitplan zur IDD-Umsetzung hat ein beinahe kritisches Stadium erreicht. Uns allen bleibt nicht viel Zeit, uns auf die neuen Regelungen vorzubereiten. Deshalb sollte über eine Verlängerung der Umsetzungsfrist nachgedacht werden….

Ende Juni wurde, im Rahmen der jährlichen Generalversammlung, unser Fachverbandsobmann Christoph Berghammer in den Vorstand von BIPAR gewählt. BIPAR (The European Federation of Insurance Intermediaries) ist die europäische Vereinigung von Versicherungsvermittlern und zählt 52 nationale Verbände aus 30 Ländern zu seinen Mitgliedern.
Ziel von BIPAR ist es, eine europäische Durchführungsumgebung zu fördern, innerhalb derer Versicherungsvermittler gedeihen können und welche dabei fairen Wettbewerb, ein entsprechendes Niveau an Verbraucherschutz und einen funktionierenden Versicherungsmarkt sichert.

Inhaltlich haben sich die Teilnehmer der BIPAR Generalversammlung auch mit der IDD, deren nationalen Umsetzungen sowie den Delegierten Rechtsakten auseinander gesetzt.
So wurde etwa berichtet, dass die Entwürfe der Delegierten Rechtsakte im Juni/August 2017 in den Rat und das Europäische Parlament zur Begutachtung gelangen sollen und dass die Begutachtungszeit wohl 2 – 3 Monate dauern könnte. Derzeit gehe man davon aus, dass die Delegierten Rechtsakte als europäische Verordnung (nicht als Richtlinie) umgesetzt werden.
Der Zeitplan hat damit ein kritisches Stadium erreicht. Obwohl die IDD grundsätzlich 2 Jahre Umsetzungsfrist vorgesehen hat, sind zwischenzeitig bereits fast 1 1/2 Jahre vergangen, ohne dass bis dato ein Gesetzesentwurf zur nationalen Umsetzung, oder die Delegierten Rechtsakte vorliegen würden.

Uns allen wird dadurch nicht viel Zeit bleiben, uns auf die neuen Regelungen für die Praxis seriös vorzubereiten. Insofern finden wir, sollte über eine Verlängerung der Umsetzungsfrist nachgedacht werden.
 
Wir halten Sie diesbezüglich auf dem Laufenden.
Unsere OTS dazu finden Sie hier 
 

Zander und Berghammer beim BIPAR AGM in Berlin am 23. Juni 2017

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Vorreiter Deutschland: Versicherungsmakler atmen auf

Nach Protesten der Makler-Lobby in Sachen IDD-Umsetzung in deutsches Recht hat der deutsche Bundesrat inhaltlichen Änderungen, im Vergleich zum Referentenentwurf, zugestimmt. Die Umsetzung in Deutschland ist damit Vorreiter für Österreich….

Mit Beschluss des deutschen Bundestages vom 30. Juni 2017 und der Zustimmung des Bundesrates am 7. Juli 2017 ist die Umsetzung der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD in deutsches Recht erfolgt. Deutsche Versicherungsmakler können aufatmen, denn in letzter Minute hat es noch einige Änderungen gegeben, die den Maklern zu Gute kommen.

Zum Beispiel:
• Die Courtage soll als Leitvergütung festgeschrieben werden. Die strikte Trennung zwischen Vertrieb/Vermittlung mit Provision und Beratung ausschließlich auf Honorarbasis soll – entgegen dem ursprünglichen Referentenentwurf – aufgehoben werden. Damit ist es den deutschen Vermittlern auch künftig erlaubt, auf Provisions- und/oder Honorarbasis tätig zu werden.
• Grundsätzlich soll Vertrieb / Vermittlung nur mit Beratung möglich sein (Beratungsverpflichtung). Allenfalls soll der Kunde aber darauf verzichten können.
• Bestandsschutz für den Makler: Wird ein Makler von einem Kunden bevollmächtigt, dann soll der Versicherer nicht in den Bestand des Maklers „hineinarbeiten“ können (keine „Doppelberatung“). Dies soll ein Abwerben des Kunden verhindern.

Wir begrüßen die Änderungen in Deutschland, denn sie stärken den Versicherungsmakler und die Wirtschaft. Die Möglichkeit für Versicherungsmakler auf Provisionsbasis beziehungsweise, wenn es Makler und Kunde wollen, auch auf Honorarbasis entlohnt zu werden, muss auch in Österreich erhalten bleiben. Die Beratung verpflichtend vorzusehen, war und ist eine Kernforderung im gemeinsamen Positionspapier des Fachverbandes der Versicherungsmakler, des VVO und des Bundesgremiums der Versicherungsagenten. Eine Art Bestandsschutz für Versicherungsmakler ist auch in Österreich das Ziel und wird von uns weiter verfolgt.

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